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Wohnbau Eggenberger Gürtel

Für den gegenständlichen Wohnbau mit 240 Wohneinheiten wird als Gebäudetypologie die Blockrandbebauung gewählt. Durch diese Maßnahme ist es möglich, die Schlafräume zum beruhigten Innenhof hin zu orientieren. Der Blockrand wird durch städtebauliche Vorgaben wie der Baugrenzlinie im Osten zum Eggenberger Gürtel, dem Umspannwerk im Südwesten, dem 12 Meter Bauverbot im Westen zur Bahnlinie und dem einzuhaltenden Gebäudeabstand im Nordosten verformt.

Der übrige Gebäudekomplex ist größtenteils sieben,- bzw. zum Eggenberger Gürtel sechsgeschossig ausgebildet. Im Norden schließt der Baukörper zweigeschossig an das Bestandsgebäude an.

Durch die beiden Knicke im Südwesten und im Nordosten wird der Freiraum in sechs annähernd gleich große Bereiche gegliedert, die über die großteils transparente Erdgeschosszone einsehbar sind. Von außen gelangen die Bewohner vom neu gewonnen Vorbereich im Osten mit Rad- und Fußweg über zwei Eingänge bei den Hauptstiegenhäusern in den Innenhof. Im Südwesten öffnet sich der Hof großzügig in Richtung Aktivzone. Bei allen Freibereichen (Hof, Süden, Osten) wechseln sich Ruhe- und Aktivzonen ab und bieten ein breites Spektrum an Beschäftigung im Freien.

Das Zentrum der Erschließungskerne bilden natürlich belichtete, großzügige Atrien. Von hier aus gelangen die Bewohner über abgesetzte Laubengänge barrierefrei zu ihren Wohnungen. Duch das Absetzen werden die Wohnungen gut belichtet und eine Bewohnbarkeit der Vorzonen bei den zum Innenhof orientieren Laubengängen wird möglich gemacht. Drei Hauptwohnungstypen gruppieren sich in zwei verschiedenen Varianten gemäß ihrer Orientierung um den Innenhof.

Zum Eggenberger Gürtel werden die Laubengänge komplett verglast. Die horizontale Strukturierung wird durch in vier verschiedenen Abständen gesetzte Stützen aufgelöst. Dadurch ergibt sich eine spielerisch anmutende, aber städtische Fassade. Zwei unterschiedliche, präzise gesetzte Fenstertypen nehmen Bezug auf den Bestand. Balkone in drei verschiedenen Farben und unterschiedlichen Größen bringen Spannung in die wirtschaftlich übereinandergestapelten Wohnungsgrundrisse. In der Fassadenabwicklung ergibt sich durch die Abwechslung von Laubengang und Wohnungsaußenwand eine klare Differenzierung, die durch Vor- und Rücksprünge verstärkt wird.


Entwurf 2014
In Zusammenarbeit mit Atelier Frühwirth