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architekten | architektur | bad aussee | Erweiterung | graz | Neue Mittelschule | NMS | planorama | sanierung | umbau | Viktor Kaplan | Volksschule | VS |

Erweiterung Volksschule Viktor Kaplan

Der bestehende Schulkomplex stellt in seiner Gesamtheit ein klares, orthogonales System aus Baukörpern dar.
Lediglich im Eingangs- und Anschlussbereich der Volksschule an die Neue Mittelschule wird diese klare Struktur aufgehoben und es entsteht ein zerklüftetes Konglomerat an untergeordneten, heterogenen Baukörpern.

Der Eingang der VS befindet sich in der Garderobe, zum äußeren Eingang hingehend und innen vom Eingang abgehend befinden sich Rampen, die die unterschiedlichen Niveaus verbinden. Als Verbindung zwischen den beiden Schulen dient ein Gangsystem das wiederum keine Einheit mit dem Anbau der Turnhalle bildet.
Das primäre Anliegen des vorliegenden Entwurfs bildet die Restrukturierung des Gesamtkomplexes zu einem sowohl funktional, als auch städtebaulich harmonischen Ensemble.

Bewusst fiel die Entscheidung, die Erweiterung nicht als unabhängigen Zubau im Norden des Sportplatzes zu errichten, sondern einen verbindenden Baukörper zu planen, der sowohl das klare Gesamtbild wieder herstellt, als auch eine einheitliche, gemeinsame Nutzung der Volksschule ermöglicht.
Ein viergeschossiger Baukörper wird zwischen die beiden Schulen gesetzt. Der Baukörper kragt gegen Westen über dem neu situierten Eingangsbereich aus und bildet eine geschützte Aufenthaltsfläche im Freien.

Umstrukturiert wird auch der Innenraum im Eingangs- und Garderobenbereich der bestehenden VS. Dadurch wird der Raum begradigt und die Flächen werden besser nutzbar. Durch die Verschiebung des Haupteinganges wird die Garderobennutzung klar vom Ankommen im Schulgebäude getrennt.

Zentrales Element im neuen Foyer bildet eine Treppenskulptur. Sie sitzt im viergeschossigen Lichthof im Zentrum der Gemeinschaftsbereiche der Obergeschosse. Die Treppen spannen sich in verschiedene Richtungen und bilden so einen erlebbaren architektonischen Raum für die Schüler. Durch die farbige Gestaltung des Eingangsbereiches und der Treppenskulptur wird das helle Erscheinungsbild des Zubaus ergänzt. Das räumliche Erlebnis wirkt sich positiv auf die Aufmerksamkeit und  Leistungsfähigkeit der Schüler aus.


Entwurf 2014
In Zusammenarbeit mit Atelier Frühwirth